Phyto- und Mykotherapie

Die Sterne helfen, die Krankheit zu erkennen. Die Kräuter, sie zu heilen
- Paracelsus -

 

Dieses Paracelsus zugeschriebene Zitat zeigt, welch hohen Stellenwert die Kräuterheilkunde oder Phytotherapie in früheren Zeiten eingenommen hat. Sie ist eine, wenn nicht gar die älteste Therapieform überhaupt. Schon Funde aus der Steinzeit legen nahe, dass unsere Vorfahren sehr genau wußten, wie sie die sie umgebenden Pflanzen einsetzen konnten.

 

In ägyptischen Gräbern fand man Zubereitungen aus Pflanzen nach Rezepten, die auch noch heute Sinn ergeben und wohl jeder hat schon einmal einen der herrlichen Klostergärten gesehen, in denen nach einem Erlaß' Karls des Großen damit begonnen wurde, Heil- und Gewürzkräuter anzubauen.

 

Neben den Klöstern, die auch dafür sorgten, dass die Kräuter- und Medizinbücher der Antike ins Lateinische übersetzt wurden, waren es vor allem die „Ärzte der armen Leute“, die das Wissen um die Heilkraft der Kräuter pflegten und weitergaben. Diese Kräuterweiber und Dorfheiler waren oft die Einzigen, an die sich die bäuerliche Bevölkerung im Mittelalter und der beginnenden Neuzeit wenden konnten. Eine richtige, ärztliche Behandlung konnte sich kaum jemand leisten – ganz davon abgesehen, dass der Ruf der Ärzteschaft zeitweise selbst unter Ärzten nicht der Beste war. 

 

 

 

Die Hexenverfolgungen in der Neuzeit bremsten die Weitergabe des Kräuterwissens. Zu leicht konnte jemand, der sich mit Kräutern auskannte, in ein falsches Licht geraten.

 

Auch das Aufkommen der modernen Wissenschaft verschob die Blickwinkel der Gesellschaft. Es war plötzlich möglich, Wirkstoffe zu extrahieren, Nebenwirkungen zu verhindern, Symptome ganz genau zu erkunden und zu behandeln. Die Pflanze, die so lange als Ganzes genutzt wurde, wurde zur wissenschaftlich nutzbaren Summe ihrer Einzelteile.

 

Doch die alte Kräuterkunde, die Mensch, Tier und Pflanze als Ganzes sieht, existiert nach wie vor. Namen wie Paracelsus, Hildegard von Bingen oder aus noch nicht so weit zurück liegender Zeit, Pfarrer Sebastian Kneipp oder der Schweizer "Kräuterpfarrer" Künzle sind bekannt geblieben und ihre Werke haben nach wie vor ihre Gültigkeit.

 

Ich selbst kam ganz traditionell in Kontakt mit Kräutern, nämlich über meine Großmutter. Sie schwor auf Schwedenbitter als Allheilmittel bei Verdauungsstörungen, Ringelblumensalbe als ultimative Wundsalbe, Wadenwickel als beste, fiebersenkende Methode und Brennesseljauche als optimalen Dünger. Als Kind fand ich es weniger nett, wenn sie mich mit Zwiebelsaft und Essigstrümpfen traktierte, heute weiß ich um die Wirksamkeit vieler dieser überlieferten Kräuterrezepturen und wende sie angepaßt auf die jeweilige Tierart mit großem Erfolg in meiner Praxis an.

Seit einiger Zeit nehmen neben den Kräutern zunehmend Vitalpilze einen Platz in meiner Praxis ein. Mit den Pilzen ist eine gezielte, aber gleichzeitig sanfte Behandlung möglich. Katzenhalter wissen es, viele Kräuter und auch ätherische Öle sind aufgrund ihrer Inhaltsstoffe bei Katzen nicht anwendbar. Hier stellt die Welt der Pilze eine willkommene Option dar.

 

Für Kräuterzubereitungen gibt es neben der Apotheke noch diverse hochwertige Bezugsquellen. Bei den Pilzen verlasse ich mich auf die Präparate der Hawlik Gesundheitsprodukte GmbH 

 

Die Natur ist unsere beste Apotheke. Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen – man muß es nur erkennen.

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